Brennweite - alles wissenswerte

Die Brennweite bezeichnet im Objektiv, den Abstand zwischen der Hauptebene einer optischen Linse und dem Brennpunkt. Mit verlängern & verkürzen der Brennweite, verändert man den Bildwinkel (Bildausschnitt). In gewöhnlichen Objektiven kommen hierbei Sammellinsen zum Einsatz, bei denen vom Motiv ausgehend (z.B. einem Haus), parallel einfallenden Strahlenbündel, durch die Linsen (und dem Brennpunkt) auf den Bildsensor geleitet werden, die dann das spätere Bild ergeben.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wozu benötigt man die Brennweite?

Erstens, verändern des Bildwinkels (Ausschnitt): Durch Ändern der Brennweite kann man festlegen, wie groß der Ausschnitt ist, den wir später auf dem Bild sehen. Beispiel: Stellen Sie eine kleine Brennweite von 24mm an ihrem Objektiv ein, dann wird Ihnen ein großer Bildausschnitt gezeigt (z.B. Kirche mit Umgebung). Ändern Sie die Brennweite, bei gleichen Aufnahmestandort, auf 70 mm, dann wird nur noch ein kleiner Ausschnitt dargestellt (ein Teil der Kirche). 

Zweitens, die Tiefenschärfe: Durch Ändern der Brennweite, kann die Tiefenschärfe im Bild verändert werden. Die Tiefenschärfe (Schärfentiefe) ist der Bereich im Bild, der scharf dargestellt wird. Hierbei wird mit einer kurzen (kleinen) Brennweite (z.B. 24 mm), eine hohe Tiefenschärfe erzeugt (Beispiel: Architekturfotografie, das ganze Bild ist scharf). Eine lange Brennweite (z.B. 70 mm) erzeugt eine geringe Tiefenschärfe (Beispiel: Portrait, nur ein Teilbereich des Bildes wird scharf dargestellt, davor und dahinter wird es immer weiter unscharf - Augen scharf, Nase und Ohren bereits unscharf). Aber aufgepasst: Neben der Brennweite beeinflussen Blende, Abstand zum Motiv und die Bildsensorgröße die Tiefenschärfe. Hier gehts zum Artikel Tiefenschärfe.

 

brennweite

 

Brennweite und ihre Bildwinkel

Verändert man die Brennweite, verändert man auch immer den Bildwinkel, was wiederum die Breite und Höhe der zu fotografierenden Szene festlegt. In diesem Abschnitt finden Sie typische Brennweiten & ihre Bildwinkel. Das Ganze bezieht sich auf das Kleinbildformat (Vollformat), welcher der Standard in der professionellen Fotografie ist.  

  • 14 mm Brennweite / Bildwinkel von 104,3° (Superweitwinkel)
  • 24 mm Brennweite / Bildwinkel von 73,7° (Superweitwinkel)
  • 35 mm Brennweite / Bildwinkel von 54,4° (Weitwinkel)
  • 50 mm Brennweite / Bildwinkel von 39,6° (Normalobjektiv)
  • 70 mm Brennweite / Bildwinkel von 28,8° (Teleobjektiv)
  • 200 mm Brennweite / Bildwinkel von 10,3° (Teleobjektiv)
  • 300 mm Brennweite / Bildwinkel von 6,9° (Teleobjektiv)
  • 400 mm Brennweite / Bildwinkel von 5,2° (Teleobjektiv)
  • 600 mm Brennweite / Bildwinkel von 3,4° (Teleobjektiv)

 

Welche Brennweite ist die Richtige für mich?

Objektive werden eingeteilt in Weitwinkelobjektive, Normalobjektive & Teleobjektive. Festbrennweiten sind immer einem der drei Bereich zugeordnet. Zoomobjektive können sich über mehrere Bereiche erstrecken. Welche Brennweite Sie wofür nutzen sollten und was die Vorteile und Nachteile sind, erklären wir in den folgenden drei Abschnitten.

 

Weitwinkelobjektive

Weitwinkel beginnen bei unter 10 mm und gehen bis 35 mm Brennweite. Man nennt sie auch kurze Brennweiten. Weitwinkelobjektive ermöglichen es, mehr von einer Szene aufzunehmen, da der Bildwinkel größer ist - das ist für sehr viele Fotografiearten von unschätzbaren Wert, da nur so weite Szenen und Panoramen aufgenommen werden können. Beispiele sind: Architekturfotografie, Landschaftsfotografie, Eventfotografie oder auch Naturfotografie. 

Der zweite große Vorteil ist, dass Weitwinkelobjektive die räumliche Tiefe im Bild verstärken, da Entfernungen durch Größenunterschiede klarer zu erkennen sind. Beispiel Eventfotografie: Befinden Sie sich beim fotografieren mitten im Geschehen (mehreren Personen), dann sorgt ein Weitwinkel dafür (z.B. 28 mm), dass nahe Personen sehr groß dargestellt werden und Personen die einen oder zwei Meter entfernt sind, proportional kleiner. Betrachter des späteren Bildes haben so das Gefühl, dass sie mitten im Geschehen stehen. Probieren Sie es einfach mal aus!

Im Gegensatz dazu führt ein Teleobjektiv zu einer sogenannten “gerafften Perspektive” was die räumliche Tiefe minimiert - ferne Objekte (die Quasi auf einer Linie stehen), wie Häuser oder Personen, erscheinen dadurch auf einem Bild nah beieinander, was in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Grundsätzlich kann man sich hier merken, dass zum Beispiel in der Eventfotografie Aufnahmen mit einem leichten Weitwinkel (35mm) inmitten von Personen, zu sehr lebendigen Aufnahmen führen, da Größenunterschiede (also Proportionen) sehr gut herausgestellt werden.

Ein weitererer wesentlicher Vorteil von Weitwinkelaufnahmen ist, dass große Tiefenschärfen erreicht werden können (scharfer Bereich einer Fotografie). Und das ist gerade in der Architekturfotografie oder Landschaftsfotografie gefordert. Dazu kann man sich merken, dass kleine Brennweiten (z.B. 24 mm) zu einer höheren Tiefenschärfe führen (scharfen Ebenenbereich) und große Brennweiten (z.B. 105 mm) zu sehr kleinen Tiefenschärfen (kleiner scharfer Bereich) - hier kann es durchaus sein, dass bei einer Portraitaufnahme die Augen scharf sind und Nase sowie Ohren schon unscharf. 

Nachteile

Starke Weitwinkel können zu Bildfehlern führen und Bildinhalte wie Autos, Personen oder Häuser verzerren. Die Ursache ist, dass mit einem Weitwinkel (mittels Linsen) versucht wird, mehr Bildinhalte auf eine Aufnahme zu bekommen, obwohl eigentlich nicht mehr Platz ist, als bei einer Aufnahme mit Normalbrennweite. Dies führt bei Personen zu schmaleren Gesichtern (kann aber auch ein Vorteil sein), Autos wirken verbogen und Häuser bekommen stürzende Linien, um nur drei Beispiele zu nennen. Ein hochwertiges Weitwinkelobjektiv macht hier den Unterschied aus.

 

weitwinkelaufnahme brennweite

 

Normalbrennweite

Der größte Vorteil einer Normalbrennweite (40 mm bis 65 mm) ist, dass es unser Sehen, so wie wir es gewohnt sind adaptiert und damit normal wiedergibt. Das führt zu natürlichen Aufnahmen, die der Wirklichkeit am nächsten kommen - was in fast in allen Fotografiearten von großem Nutzen ist. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass Objektive im Normalbrennweitenbereich weniger Abbildungsfehler erzeugen als Weitwinkel- und Teleobjektive, da konstruktionsbedingt keine zu starken Anpassungen der Linsen vorgenommen werden. Typische Abbildungsfehler sind Verzerrungen oder Verzeichnungen, die sich in unscharfen oder verzerrten Bildern zeigen.  

Wenn keine besonders kleinen Tiefenschärfen erreicht werden sollen (Portrait), Objekte nicht zu weit entfernt sind oder auch genug Platz da ist, um ein Motiv auf das Bild zu bekommen, dann sind Normalbrennweiten (in den meisten Fällen) die richtige Wahl. Auch kann man mit hochwertigen Normalobjektiven, welche mit großen Anfangsblenden versehen sind (Beispiel: f/1,4), auf Anforderungen wie kleine Tiefenschärfen, flexibel & gut reagieren.

 

Teleobjektive

Teleobjektive beginnen bei ca. 70 mm und gehen bis weit über 600 mm. Man nennt sie auch lange Brennweiten. Der größte Vorteil eines Tele ist, dass man sehr nah an weit entfernte Motive “heranzoomen” kann und somit das Motiv, bei entsprechender Brennweite, sogar formatfüllend auf den Bildsensor bekommt. Das Ganze spart erstens Laufzeit und ermöglicht zweitens, auch weit entfernte Objekte zu fotografieren, die sonst nicht so einfach zu erreichen wären. 

Ein weiterer Vorteil von Teleobjektiven ist (langen Brennweiten), dass eine starke selektive Tiefenschärfe erreicht werde kann. Hier ist wichtig zu wissen, dass je größer die Brennweite gewählt wird, desto kleiner wird die Tiefenschärfe (der scharfe Bereich). Das bedeutet, wenn Sie mit einem Weitwinkel von 24 mm eine Person aus vier Metern Entfernung mit Blende f/1.8 fotografieren, dann ist wahrscheinlich das ganze Bild scharf (große Tiefenschärfe) und die Aufnahme wirkt langweilig.  

Fotografieren Sie aber mit einem Teleobjektiv, mit einer 135 mm Brennweite & Blende f/1.8 und das vom gleichen Punkt aus, dann stellen Sie damit das Motiv vom Hintergrund und Vordergrund frei. Was bedeutet: Vorder- und Hintergrund werden immer weiter unscharf. Das Ganze nutzt man vor allem in der Portraitfotografie, aber auch in Fotografiebereichen wie Hochzeitsfotografie, Eventfotografie, Tierfotografie oder der gesamten Businessfotografie. Selektive Tiefenschärfe ist eines der stärksten Stilmittel in der Fotografie. 

Nachteile

Ein Nachteil von langen Brennweiten ist, dass sie zu einer sogenannten “gerafften Perspektive” führen. Das bedeutet: Größenunterschiede von weiter entfernten Objekten sind nicht mehr klar zu erkennen und Entfernungen werden quasi durch das zusammenraffen von auf einer Linie stehenden Motiven, wie Hochhäusern oder Personen minimiert. Erklärung: Normalerweise werden Objekte die näher an der Kamera stehen größer dargestellt. Das bleibt auch so, wenn man mit dem Tele relativ nah am vorderen Motiv steht. Ist das erste Motiv aber weiter entfernt und die anderen Objekte sind dahinter und das in beliebiger Entfernung, dann kommen die Größenunterschiede nicht mehr zum tragen und die geraffte Perspektive kommt voll zum wirken. Aber aufgepasst: die geraffte Perspektive kann auch ein Gestaltungsmittel sein und damit gewollt. Zum Beispiel in der Tierfotografie, um Tiere die weiter voneinander entfernt sind, zusammen in Szene zu setzen.



brennweite teleobjektiv portrait

 

Brennweite als Mittel zur Bildgestaltung 

Wie ezum Anfang des Artikels beschrieben, hat die Brennweite zwei Hauptaufgaben. Erstens: Motive näher heran holen. Zweitens: Mittels verändern des Bildwinkels (Brennweite), einen bestimmten Bildausschnitt für das gewählte Motiv festlegen. Neben diesen Hauptaufgaben sind es aber vor allem das Festlegen der Tiefenschärfe und das Erzeugen von räumlicher Tiefe, welches die Brennweite zu einem wichtigen Instrument der Bildgestaltung macht. Wir wollen in folgenden Abschnitten die Gestaltungsmöglichkeiten näher erklären. 

Grundsätzlich: Vor jeder Aufnahme sollte sich ein Fotograf die Frage stellen: Wie kann die Aufnahme den Betrachter begeistern? 

 

Bildausschnitt festlegen

Gerade der Bildausschnitt kann die Bildaussage stark verändern. Zeigt man auf einem Bild alles, fehlt schnell die Spannung, da Details in der Masse verschwinden; zeigt man aber nur einen Teil und geht nah ran ans Motiv, dann schafft man Nähe, Spannung & lebendige Bilder - zumal, wenn man mit kleinen Brennweiten arbeitet. 

Aber auch umgekehrt funktioniert das Ganze. Fehlen Elemente im gewählten Bildausschnitt, welche die Bildaussage erst ermöglichen, dann schafft man es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, dem Betrachter die eigentliche Bildaussage zu vermitteln - aber auch hier kann der Bildausschnitt so gewählt werden, dass essenziell wichtige Dinge im Ausschnitt vorhanden sind und trotzdem minimalistisch viel gezeigt wird. Tipp: Mittels Bildbearbeitung kann der Bildausschnitt im Feintuning angepasst werden.

 

Tiefenschärfe

Die Tiefenschärfe ist eines der größten Themen in der Fotografie. Sie ist es, die wesentlichen Einfluss auf die Qualität & Anziehungskraft eines Fotos hat. In der Regel kann gesagt werden, dass starke Bilder eine geringe Tiefenschärfe haben, die das eigentliche Motiv hervorheben. Warum ist das so? Ein Bild mit zu vielen Details, lässt uns schnell zum nächsten Fotos gehen, da das Bewusstsein quasi überlastet ist - wird aber mittels Tiefenschärfe auf ein bestimmtes Motiv fokussiert, dann lenken wir den Betrachter und er wird nicht überfordert.

Aber ganz klar, für viele Fotografiebereiche ist eine große Tiefenschärfe unabdingbar. Zu nennen sind Architekturfotografie, Interieurfotografie oder auch Landschaftsfotografie. 

 

Räumliche Tiefe

Damit ein Bild räumliche Tiefe bekommt, sollte mit einer kleinen Brennweite gearbeitet werden und der Abstand zu den Motiven möglichst gering sein. Durch den nahen Abstand zu den Motiven (zum Beispiel Personen), im Kombination mit einer geringen Brennweite, werden Größenunterschiede sehr gut kenntlich gemacht. Beispiel: Köpfe im Vordergrund sind proportional viel größer als bei Personen im Hintergrund - als Betrachter hat man so das Gefühl, dass man mitten im Geschehen steht. Aber aufgepasst: hier sollte nicht zu stark in den Weitwinkelbereich gegangen werden, da es zu unnatürlichen Verformungen kommen kann. Sehr gut geeignet sind Brennweiten von 28 - 35mm.

Möchte man als Fotograf aber möglichst kleine Proportionsunterschiede zeigen (zum Beispiel für ein Werbeplakat), sollte weiter in den Normal- oder Telebereich gegangen werden, und aus größerem Abstand fotografiert werden. Dadurch wird eine sogenannte “geraffte Perspektive” erzeugt, die dann letztendlich relativ gleiche Proportionen zeigt. Um beim Beispiel Personen & Personengruppen zu bleiben: Personen werden dadurch in fast gleicher Größe gezeigt. Durch diese Art der Fotografie hat der Betrachter zwar nicht das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, es kann aber das Ziel der Aufnahme unterstützen, wenn es heißt: alle Motive (Personen) sollen gleichrangig behandelt werden.

 

festbrennweite oder teleobjektiv

 

Festbrennweite oder Zoomobjektiv?

Die Frage “Festbrennweite oder Zoomobjektiv” stellen sich nicht nur Fotografie-Anfänger, sondern auch Fortgeschrittene und Profis. Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und erklären in folgenden Absätzen, worauf es bei dieser Entscheidung ankommt.  

Inhaltsverzeichnis
  • Lichtstärke & Tiefenschärfe
  • Flexibilität (schneller Wechsel des Bildwinkels)
  • Gewicht & Größe
  • Abbildungsleistung
  • Preis

 

Lichtstärke & Tiefenschärfe

Festbrennweiten verfügen in der Regel über eine große Anfangsblende (kleine Blendenzahl) - man spricht hier auch von einem lichtstarken Objektiv. Beispiel: Ein Objektiv mit einer f/1.4 Blende. Daraus entspringen mehrere Vorteile für Festbrennweiten:  

Erstens: Es kann auch bei schlechten Lichtbedingungen fotografiert werden, ohne die ISO zu sehr hochschrauben zu müssen oder die Blende zu verändern (Bsp: Hochzeitsfotografie in Kirchen).  

Zweitens: Ein lichtstarkes Objektiv mit großer Anfangsblende ist hervorragend geeignet, um eine geringe Tiefenschärfe zu erreichen. Festbrennweiten sind deshalb gerade in der Portraitfotografie unersetzlich, da die Kombination aus großer Anfangsblende (z.B. f/1.4) und langer Brennweite (z.B. 105 mm) zu Portraits führt, bei denen das Motiv vom Vorder- und Hintergrund stark freigestellt wird. 

Sehr gute Zoomobjektive beginnen in der Regel bei einer Anfangsblende von f/2.8. Hier fehlen zwei Blendenstufen zur Blende f/1.4 (bei Festbrennweiten), was einen großen Unterschied ausmacht. Normale Zoomobjektive beginnen sogar erst bei Blenden von f/3.5 oder f/4. Lichtstärke & Tiefenschärfe sind klare Pluspunkte auf Seiten einer Festbrennweite.

 

Flexibilität

Wenn es aber um Flexibilität beim Bildwinkel geht und um schnelles, sowie effizientes fotografieren, dann hat das Zoomobjektiv die Nase vorn. Haben Sie zum Beispiel ein 24-70 mm Zoomobjektiv, dann kann sehr schnell vom Weitwinkelbereich (24 mm) in den Telebereich (70 mm) gewechselt werden, und das ohne den Standort wechseln zu müssen. Vorteil hierbei: Sie können viel von einer Szene mittels Weitwinkel aufnehmen und und binnen Augenblicken zu Nahaufnahmen übergehen. Gerade in der Eventfotografie unerlässlich. Tipp: Sehr gute Zoomobjektive haben eine durchgängige Blende (z.B. f/2.8), damit bei verändern der Brennweite, die Blendeneinstellung gleich bleibt.

 

Gewicht & Größe

Beim Gewicht hat die Festbrennweite klar die Nase vorn. Ihr Vorteil gegenüber Zoomobjektiven: Es werden weniger Linsen verbaut, wodurch mehrere hundert Gramm Gewicht gespart werden können. Der Unterschied macht sich schnell bemerkbar, wenn lange fotografiert wird (Eventfotografie) oder man auf Reisen ist und jedes Gramm weniger an Ausrüstung zählt. 

Auch die geringere Größe einer Festbrennweite ist oft von Vorteil, da man als Fotograf weniger auffällt, als mit einem großen Zoomobjektiv - denn das wirkt manchmal ein wenig einschüchternt & aufdringlich.

 

Abbildungsleistung

Die meisten Festbrennweiten haben auch bei der Abbildungsleistung die Nase vorn, da sie speziell für eine bestimmte Brennweite konstruiert wurden. Nur hochwertige (und in der Regel teure) Zoomobjektive können hier mithalten. Natürlich ist es so, dass es auch bei Festbrennweiten große Unterschiede bei der Abbildungsleistung & Qualität  gibt. Hier sollte man sich auf Grundlage von Tests entscheiden - oder die Amazon Bewertungen der ausgesuchten Objektiven ansehen.  

Was gibt es bei der Abbildungsleistung zu beachten? Typische Abbildungsfehler sind Verzerrungen oder Verzeichnungen, die sich in unscharfen oder verzerrten Bildern zeigen. Auch sollte das ausgewählte Objektive möglichst wenig zu Randabdunklung neigen (Vignettierung), welche sich besonders bei der Offenblende (Anfangsblende) zeigt.

 

Preis

Auch hier ist die Regel, dass Festbrennweiten konstruktionsbedingt & aus Materialgründen günstiger sind. Dennoch können hochwertige Modelle leicht mehrere tausend Euro kosten - Zoomobjektive mit durchgängiger Blende sowieso. Bei der Entscheidung “Festbrennweite oder Zoomobjektiv” müssen Sie sich deshalb fragen: Was soll das Objektiv leisten und welche Features braucht es unbedingt? 

Tipp: Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnisse gibt es bei Normalobjektiven, mit Brennweiten um die 50 mm. Je weiter man in Richtung Tele- & Weitwinkelbereich vordringt, desto stärker steigen die Preise - und das bei Festbrennweiten & Zoomobjektiven. 

Vorteile Festbrennweite
  • Lichtstärke (größere Anfangsblende)
  • Tiefenschärfe (kleinere Tiefenschärfe möglich)
  • Gewicht & Größe
  • Abbildungsleistung
  • Preis
Vorteile Zoomobjektiv
  • Flexibilität (schneller Wechsel des Bildwinkels)